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Echte Vorsorge

  • Anreisser: Echte „Vorsorge“ besteht keineswegs darin, sich möglichst frühzeitig möglichst vielen teuren Untersuchungen zu unterziehen. Sie erfordert vielmehr: gesund zu leben.
  • Überschrift H2: Keine Untersuchung schützt uns davor, krank zu werden - sondern ein gesundes Leben

Die moderne Medizin lässt uns glauben, „Vorsorge“ bestehe darin, sich möglichst frühzeitig möglichst vielen teuren Untersuchungen zu unterziehen, die dann Anlass zu weiteren teuren Maßnahmen geben. Nur Wenige durchschauen das üble Spiel mit ihren Unsicherheiten, Sorgen und Ängsten – und begreifen, dass echte Vorsorge vor allem eines bedeutet: gesund zu leben.
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Heile Energetik

  • Anreisser: Sind wir nichts weiter als unser materieller Körper, vollauf verständlich und reparabel als biochemische Maschine? Die westliche Schulmedizin ist die erste und einzige Heilkunde weltweit, die das allen Ernstes glaubt – und mit uns entsprechend verfährt. Auch deshalb stößt sie an Grenzen.
  • Überschrift H2: Andere Kulturen betrachten den Menschen seit jeher auch als ein energetisches Wesen

Sind wir nichts weiter als unser materieller Körper, vollauf verständlich und reparabel als biochemische Maschine? Die westliche Schulmedizin ist die erste und einzige Heilkunde weltweit, die das allen Ernstes glaubt – und mit uns entsprechend verfährt. Auch deshalb stößt sie an Grenzen.

Alle anderen Kulturen betrachten den Menschen seit jeher auch als ein energetisches Wesen: Seine Existenz, seine Gesundheit verdankt es einer universellen Lebenskraft („Qi“, „Prana“, „Mana“, „vis vitalis“), die es aus der Erde, der Luft, dem Wasser, der Nahrung, der gesamten Natur, dem Kosmos aufnimmt. Dieses immaterielle Etwas, so stand für Heilkundige jahrtausendelang fest, durchströmt uns in einem Netz von Bahnen („Meridiane“, „Nadis“). Wir erkranken, wenn dieser Energiefluss nachhaltig gestört ist. Stören können ihn, unter anderem, auch andauernde psychische Belastungen – denn Körper, Geist und Seele sind eins -, ebenso wie unheile Beziehungen, denn mit unserem sozialen Umfeld sind wir auch mental jederzeit verbunden. Wie wäre sonst Telepathie möglich, eines der bestbestätigten Phänomene parapsychologischer Forschung?

Unser zweiter, immateriellen Körper reicht über die Grenzen unseres Leibs hinaus, oft nur wenige Zentimeter, manchmal meterweit. Sensitive nehmen ihn als „Aura“ wahr; aus deren Unregelmäßigkeiten schließen sie auf Defizite und Erkrankungen. Dieser Energiekörper soll sich vom physischen Leib lösen können: zeitweilig bei Außerkörperlichen Erfahrungen, Astralreisen und Nahtodeserlebnissen – am Lebensende für immer.

Unsere lebenswichtige Energetik günstig zu beeinflussen – Blockaden zu beseitigen, Ungleichgewichte und Schwächen auszugleichen -, ist das gemeinsame Ziel vieler unkonventioneller Heilweisen: von Akupunktur und Qi Gong über Fußreflexzonenmassage, Radionik, Orgon- und Bioresonanztherapie bis hin zum Geistigen Heilen.

Warum muss Energetische Medizin um ihren Ruf kämpfen? Zum einen fehlen allgemein anerkannte Messtechniken, um die mutmaßlichen Prozesse objektiv nachzuweisen. Zum anderen ist im physikalischen Weltbild der Gegenwart noch kein Platz für die behaupteten Phänomene. Doch auch wenn weiterhin unklar ist, wie energetische Therapien über Placebo-wirkungen hinaus nützen, steht außer Frage, dass sie es tun. Unzählige hochwertige Studien bestätigen inzwischen ihre Effekte. Und wer heilt, hat Recht. Er hat Toleranz und Neugier verdient, nicht Verachtung und Ignoranz.

In den Therapiecamps der Stiftung Auswege bildeten energetische Ansätze deshalb von Anfang an einen Schwerpunkt des Behandlungsangebots. Die beiden ersten Camps boten Teilnehmern ausschließlich Geistiges Heilen1, was die Erfolgsbilanz keineswegs beeinträchtigte, im Gegenteil2. In unserem Helfer-Netzwerk sind energetische Heiler bis heute in der Mehrheit.

Jedem seriösen Heiler ist klar: Über ein Allheilmittel verfügt auch er nicht. Diabetikern und koronar Herzkranken die Hand aufzulegen, ohne sie zu einer Ernährungsumstellung zu bewegen, ist ebenso absurd wie das Gesundbeten, Besprechen oder Fernheilen von MCS-Kranken und Elektrosensiblen, ohne sie vor den Chemikalien bzw. elektromagnetischen Feldern zu schützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen.

Immer schon setzten energetische Heiltraditionen präventiv an: Wer genug für sein energetisches Gleichgewicht tut – etwa durch Yoga und Tai Chi, Meditation und Tanz -, beugt damit chronischen Erkrankungen vor. Auch deshalb passen sie vorzüglich zur „Auswege“-Medizin.

Damit Sie mit vermeintlichen Wunderheilern kein blaues Wunder erleben, legt Ihnen die Stiftung Auswege Elf Goldene Regeln ans Herz. Mit einem aufwändigen Auswahlverfahren minimiert die IVH die Risiken für Hilfesuchende.

Anmerkungen

1 Dieser wohl umstrittensten Form von Energetischer Medizin widmete der „Auswege“-Gründer und Vorsitzende Harald Wiesendanger mehrere Sachbücher. Den Forschungsstand zum Geistigen Heilen präsentiert er u.a. in Das Große Buch vom Geistigen Heilen – Möglichkeiten, Grenzen, Gefahren; Fernheilen Band 2: Fallbeispiele, Forschungen, Einwände, Erklärungen und Geistiges Heilen für eine neue Zeit – Vom “Wunderheilen“ zur ganzheitlichen Medizin

2 Zu Verlauf und Ergebnissen der ersten „Auswege“-Camps siehe Neun Tage unter Engeln – Die therapeutischen Sommercamps der Stiftung AUSWEGE sowie die kostenlose Broschüre Neue Hoffnung für chronisch Kranke – Die Therapiecamps der Stiftung Auswege

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Impfskepsis

  • Anreisser: Als „eine der größten Errungenschaften in der Geschichte der Medizin“ preisen sie Befürworter. Zweifel daran zählt die Weltgesundheitsorganisation zu den „zehn größten Gefahren für die Gesundheit der Menschheit“.
  • Überschrift H2: Wie segensreich sind Impfungen wirklich?

Als „eine der größten Errungenschaften in der Geschichte der Medizin“ preisen sie Befürworter. Zweifel daran zählt die Weltgesundheitsorganisation zu den „zehn größten Gefahren für die Gesundheit der Menschheit“. Doch wie segensreich sind Impfungen wirklich?

Für die berüchtigt pharmanahe Internet-Enzyklopädie Wikipedia steht fest: „Die von Impfgegnern teilweise dogmatisch vorgebrachten ‚Argumente‘ sind allesamt wissenschaftlich widerlegt, das Phänomen gilt als verbreitete Verschwörungstheorie sowie als Form der Wissenschaftsleugnung.“ Tatsächlich? Unzählige verzweifelte Eltern, die impffreudigen Ärzten blind vertrauten, haben für ein Kind zu sorgen, das kerngesund war – bis aufgedrängte „Immunisierungen“ es in einen körperlich und geistig chronisch beeinträchtigten „Schadensfall“ verwandelten. Immer mehr industrieunabhängige Forscher hinterfragen den angeblichen Nutzen von Impfstoffen, belegen immense Gefahren. In Impfungen sehen sie eine Hauptursache dafür, dass Autismus, neurologische und Autoimmunerkrankungen, Asthma, Allergien und Ekzeme, ADHS und andere Verhaltensstörungen, wiederkehrende und andauernde Entzündungen, Epilepsien, plötzlicher Kindstod in den vergangenen 50 Jahren sprunghaft zugenommen haben. Ihre erschütternden Erkenntnisse werden vertuscht, ihre Warnungen ignoriert, sie selbst verhöhnt und bedroht, vielfach in ihrer beruflichen Existenz vernichtet. Mit Multimilliardenaufwand stellt Big Pharmas globale Marketingmaschine sicher, dass Wissenschaftsbetrieb und Ärzteschaft, Zulassungs- und Aufsichtsbehörden, Politik und Medien ihrem höchst einträglichen Business nicht in die Quere kommen.

Was rechtfertigt Impfskepsis? Die wichtigsten Argumente hat die Stiftung Auswege zusammengestellt in dem Buch „Die Impflüge - Fragwürdiger Nutzen, verharmloste Gefahren“ (2017). Aktuelle Entwicklungen greift regelmäßig unser Online-Magazin „Auswege Infos“ auf. Auch aufgrund von herzzerreißenden Erfahrungen mit schwer impfgeschädigten Kindern, denen unsere Helferteams in beinahe jedem Therapiecamp begegnen, teilen wir voll und ganz die Überzeugung von Skeptikern: Lieber weniger, später oder gar nicht zu impfen, ist fast immer eine der effektivsten Maßnahmen, um chronischem Kranksein vorzubeugen. Der tatsächliche Nutzen von Vakzinen steht in der Regel in krassem Missverhältnis zu ihren Risiken.

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Weniger Medikamente

  • Anreisser: Wie viele neuen Arzneimittel wirken besser als ihre bewährten, billigeren Vorgänger, besser als pharmafreie, natur- und erfahrungsheilkundliche Alternativen? Wie viele tun es mit akzeptablen Nebenwirkungen, gemessen am erwiesenen Nutzen? Wie viele sind ihren üblicherweise horrenden Preis auch nur annähernd wert?
  • Überschrift H2: „Medicamentum“ nannten die alten Lateiner ein Heilmittel

„Medicamentum“ nannten die alten Lateiner ein Heilmittel. Dieser Definition folgt die EU: In ihrer Richtlinie 2001/83 vom November 2012 definiert sie Medikamente als „Stoffe oder Stoffzusammensetzungen, die zur Heilung oder zur Verhütung von Krankheiten bestimmt sind“. Demnach muss es sich bei den synthetischen Substanzen, mit denen uns die pharmazeutische Industrie eindeckt, um etwas anderes handeln. Würden sie tatsächlich heilen oder vorbeugen – Big Pharma würde sich damit das eigene Grab schaufeln. Denn an Gesunden gibt es nichts zu verdienen. Diesen Hintergrund sollten wir nie außer acht lassen, wenn wir vor der Entscheidung stehen, ob wir ein Pharmaprodukt einnehmen oder nicht.

Ist doch gar keine Frage: Viele Pharmazeutika lindern Beschwerden zuverlässig, sie retten und verlängern Leben. Ein erheblicher Teil der Präparate, welche die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1977 auf eine regelmäßig aktualisierte „Liste der unentbehrlichen Arzneimittel“ setzt, stehen zurecht dort. Aber wie steht es mit den übrigen 99 Prozent? Wie viele neuen Arzneimittel wirken besser als ihre bewährten, billigeren Vorgänger, besser als pharmafreie, natur- und erfahrungsheilkundliche Alternativen? Wie viele tun es mit akzeptablen Nebenwirkungen, gemessen am erwiesenen Nutzen? Wie viele sind ihren üblicherweise horrenden Preis auch nur annähernd wert?

Jeder Arzneiwirkstoff ist eine giftige Chemikalie, wie der Beipackzettel vor Augen führt. Doch wer liest ihn schon gründlich, wer versteht, überprüft und hinterfragt alle Angaben? Lieber vertraut man dem Arzt, der das Mittel verschreibt. Aber woher weiß er, dass der Nutzen groß, das Schadensrisiko vernachlässigbar ist – vor allem, wenn die Arznei gerade erst auf den Markt kam? Er vertraut den Zulassungsbehörden, die grünes Licht geben; aber das tun sie aufgrund von ein, zwei industriefinanzierten Studien, die fälschungsanfällig sind, keinen Aufschluss über Langzeitschäden geben, über Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Chemikalien, über Folgen für Kinder, Schwangere und Alte, für schwer und mehrfach Erkrankte. Er vertraut dem offiziellen Forschungsstand – doch der blendet eine unbekannte Dunkelziffer von Pharmastudien aus, die Hersteller unter Verschluss halten, weil die Ergebnisse schlecht fürs Geschäft wären. Er vertraut Fachzeitschriften, deren Verlage überwiegend am Pharmatropf hängen. Er vertraut Aus- und Weiterbildern, Referenten bei Kongressen und Tagungen, den Koryphäen seines Fachs (opinion leaders) – doch die meisten stehen als Berater, Vortragsredner, Autoren oder Auftragsforscher auf der Honorarliste von Arzneimittelfirmen. Er vertraut den therapeutischen Leitlinien von Fachgremien, in denen pharmanahe Experten das Sagen haben.

Dieses System trägt mafiöse Züge. Es macht unser Gesundheitswesen zum Spielball organisierter Kriminalität - und missbraucht den Arzt als Dealer, der einer der mächtigsten Industrien unseres Planeten zuarbeiten soll, indem er möglichst viele Bezugsscheine für ihre überteuerten Produkte ausstellt. Big Pharmas Jahresumsätze übersteigen inzwischen die Billionenmarke, rund die Hälfte davon fließt ins Marketing; daraus ergeben sich atemberaubende Druck- und Schmiermittel, um alle wichtigen Player im Gesundheitswesen zu instrumentalisieren, Alternativen in Verruf zu bringen, Kritiker mundtot zu machen. Horrorstatistiken werden heruntergespielt: Nach Herzkrankheiten und Krebs sind Medikamente inzwischen die dritthäufigste Todesursache. Seit der Jahrtausendwende fielen einer Chemotherapie weltweit 18,3 Millionen Menschen zum Opfer, Psychopharmaka über neun Millionen, Opioiden zwei Millionen. In der EU sterben jährlich 200.000, in den USA 100.000 an Nebenwirkungen von Arzneimitteln, die sie wie verordnet eingenommen haben

Ein illusionslos nüchterner Blick auf diese haarsträubenden Verhältnisse erfordert, unser Gesundheitswesen aus einer Perspektive zu betrachten, die Patienten eher fremd ist. In ihren Augen handelt es sich um ein Versorgungssystem, das dazu dient, ihre Beschwerden zu lindern, ihre verlorene Gesundheit wiederherzustellen. Aus Sicht der Industrie hingegen ist es ein Absatzmarkt wie jeder andere. Auf ihm gilt es, möglichst viele Konsumenten zu gewinnen und bei der Stange zu halten, neue Zielgruppen zu gewinnen, möglichst hohe Umsätze und Gewinne zu erwirtschaften. Arzneimittel unterscheiden sich insofern nicht grundsätzlich von Lippenstiften und Duschgels, Fruchtjoghurts und Slipeinlagen, Waschmitteln und Autos. Welcher Produzent räumt denn freimütig ein, dass seine Waren erheblichen Schaden anrichten, wenn er zuvor Unsummen in ihre Entwicklung investiert hat?

Dass Medikamentenhersteller uns tatsächlich heilen wollen, liegt ungefähr so nahe wie die Vermutung, die Drogenmafia träume von einer suchtfreien Gesellschaft. An Gesunden gibt es nichts zu verdienen. An Toten ebensowenig. Lukrativ sind die dazwischen: die chronisch Kranken. Je mehr es davon gibt, je länger sie betroffen sind, desto eher sichern sie Renditen, Aktienkurse und Boni. Was folgt daraus logisch über das wahre, oberste Ziel der Pharmaindustrie? Über Ärzte, die ihr Beihilfe leisten? Über einen Staat, der sie gewähren lässt? Über Medien, die dazu schweigen? Und über Patienten, die mitspielen?

Die beste Medizin wäre eine, die uns so wirksam vorbeugen hilft, dass wir uns erst gar keine synthetische Chemie einverleiben müssen. Warum gibt es sie nicht? Weil sie wirtschaftsfeindlich Wachstum und Arbeitsplätze, Börsenwerte und Managergehälter einer Schlüsselindustrie gefährden würde – wie auch den Profit aller, die mit ihr gemeinsame Sache machen.

  • Ehe Sie zu einem Medikament greifen: Erkundigen Sie sich immer nach chemiefreien Alternativen. Die Natur- und Erfahrungsheilkunde bietet sie reichlich. (Eine Ernährungsumstellung könnte Ihnen beispielsweise Blutdruck- und Cholesterinsenker ersparen, eine Akupunktur Schmerzmittel, ein „Mind & Soul Camp“ der Stiftung Auswege Psychopharmaka.)
  • Ehe Sie einen Arzt konsultieren: Versuchen Sie herauszufinden, ob er mit der Pharmaindustrie verbandelt ist, von ihr Geld oder andere Vergünstigungen erhält. (Hinweise liefert u.a. die Datenbank „Euros für Ärzte“.) Pharmaunabhängige Ärzte haben sich im gemeinnützigen Verein "Mezis" zusammengeschlossen ("Mein Essen zahl´ ich selbst").
  • Ehe Sie ein Rezept annehmen und einlösen: Vergewissern Sie sich, ob Ihr Arzt und Apotheker, den Beipackzettel des betreffenden Präparats vollständig und gründlich gelesen hat. Das ist selten der Fall.
  • Machen Sie sich klar, dass es für die meisten Medikamente keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber gibt, was sie langfristig anrichten, zumal im Zusammenspiel mit vielerlei weiteren einverleibten Chemikalien.
  • Lassen Sie sich nicht dazu überreden, zu einem brandneuen Medikament zu wechseln, solange sie mit dem bewährten Vorgängerpräparat zufrieden sind. Viele üblen Nebenwirkungen und Langzeitschäden, die eine vermeintliche „Innovation“ anrichtet, zeigen sich erst nach Markteinführung.
  • Vergessen Sie nie, dass es sich aus unternehmerischer Sicht auch bei Medikamenten um Waren handelt, die profitorientiert vermarktet werden. Hersteller wollen daran verdienen. Daher haben sie starke Motive, Ihnen zuviel zu versprechen, Ihnen alles zu verschweigen, was Sie vom Konsum abhalten könnte – und Sie als Kunden möglichst lange bei der Stange zu halten. Ihre vollständige Genesung wäre geschäftsschädigend.
  • Nehmen Sie sich ein Beispiel an Menschen, die dem gleichen gesundheitlichen Problem nichtmedikamentös beigekommen sind – und ohne Pharmazie bei bester Gesundheit ein hohes Alter erreicht haben.
  • Besuchen Sie ein Therapiecamp der Stiftung Auswege. Mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit werden Sie dort am eigenen Leib erfahren, wie viel sich in erstaunlich kurzer Zeit gegen die unterschiedlichsten chronischen Leiden ausrichten lässt – ohne Chemie.

Lesetipps

Marcia Angell: Der Pharma-Bluff – Wie innovativ die Pillenindustrie wirklich ist, Bonn/Bad Homburg 2005.
Peter C. Gøtzsche: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert, 2. Aufl. München 2015.
Markus Grill: Kranke Geschäfte: Wie die Pharmaindustrie uns manipuliert, Reinbek b. Hamburg 2007.
Pharma Death Clock, http://pharmadeathclock.com/
John Virapen: Nebenwirkung Tod – Korruption in der Pharma-Industrie, Mazaruni Publishing 2008.
Hans Weiss: Korrupte Medizin - Ärzte als Komplizen der Konzerne, Köln 2008
Frank Wittig: Die weiße Mafia. Wie Ärzte und Pharmaindustrie unsere Gesundheit aufs Spiel setzen, München 2015.
Harald Wiesendanger: Teufelszeug - Warum wir von Psychopharmaka fast immer die Finger lassen sollten,, Schönbrunn 2017.
Peter Yoda: Ein medizinischer Insider packt aus, Kernen 2008, ib. S. 123-142 („Timothys Story“)

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Trügerische Sicherheit

  • Anreisser: Kein Volksverdummungsversuch könnte dämlicher sein: Grenzwerte beziehen sich immer nur auf eine einzelne, isoliert zugeführte Substanz. Der Mensch ist aber unentwegt einem Schadstoffgemisch ausgesetzt.
  • Überschrift H2: Verbrauchertäuschung mit Grenzwerten

Statt uns vor Giftzufuhren zu schützen, beruhigen uns staatliche Stellen stets mit Argumenten desselben Strickmusters:
„Der von Experten ermittelte Grenzwert für den Schadstoff X aus der Quelle Y wird nicht überschritten – also besteht überhaupt kein Grund zur Sorge!“ Zulässige Höchstwerte festzulegen und ihre Einhaltung sicherzustellen, schreiben in Deutschland etwa die Trinkwasserverordnung, die Strahlenschutzverordnung, das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch vor.
Unterhalb dieser Werte gelten die Schadstoffe als harmlos.

Kein Volksverdummungsversuch könnte dämlicher sein:

  • Grenzwerte beziehen sich immer nur auf eine einzelne, isoliert zugeführte Substanz. Der Mensch ist aber unentwegt einem Schadstoffgemisch ausgesetzt: einer unüberschaubaren Vielzahl an künstlichen Stoffen, die er laufend einatmet, oral oder über die Haut aufnimmt. Kein Grenzwert berücksichtigt, dass sich deren jeweilige Dosis aufaddieren, die negativen Folgen potenzieren können; kein Grenzwert trägt der Möglichkeit Rechnung, dass verschiedene Schadstoffe in unserem Körper miteinander wechselwirken, neue Verbindungen eingehen, sich in ihren Effekten gegenseitig verstärken.
  • Ein und denselben Schadstoff verleiben wir uns unbemerkt aus den unterschiedlichsten Quellen ein. Beispiel Bisphenol A (BPA), eine Substanz, die Diabetes und Stoffwechselstörungen fördert, das Immunsystem schwächt, das Krebsrisiko erhöht, vorzeitige Pubertät einleiten und unfruchtbar machen kann – denn sie wirkt hormonell, als sogenannter „endokriner Disruptor“ -, bei Kindern Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten auslöst. Was nützt ein noch so strikter BPA-Grenzwert für Trinkflaschen aus Plastik, wenn wir BPA gleichzeitig über Verpackungen, Konservendosen, Milchtüten und Mikrowellengeschirr in uns aufnehmen, wie auch über Hautkontakte mit dem BPA-beschichteten Thermopapier von Kassenbons, Fahr- und Eintrittskarten?
  • Grenzwerte hängen vom Stand der Wissenschaft ab. Ihnen zugrunde liegen festgestellte „Wirkungsschwellen“: Welches ist die höchste unwirksame Dosis? Solange unklar ist, welche biologischen Prozesse eine Schadstoffexposition innerhalb welcher Zeiträume in Gang setzt, kann aber niemals Entwarnung gegeben werden. Weil sich Schäden oft erst Jahrzehnte nach der Exposition einstellen, beruhen „Wirkungsschwellen“ immer auf hochriskanten, weitgehend aus der Luft gegriffenen Vermutungen.
  • Grenzwerte sind abhängig von Nachweismöglichkeiten. Oft fehlen aber noch geeignete Messtechniken.
  • Grenzwerte gehen vom gesunden Durchschnittsbürger in mittleren Jahren aus, mit intaktem Immunsystem und Stoffwechsel. Bezogen auf Kinder, Schwangere und Alte, Allergiker, besonders Schadstoffsensible (MCS) und andere chronisch Kranke sind sie viel zu hoch angesetzt. Auch einseitige Ernährung, Medikamentenkonsum oder berufsbedingt häufiger Kontakt mit den betreffenden oder anderen Giften sorgen für erhebliche Abweichungen vom Durchschnitt: Manche Menschen sind gewissen Schadstoffen weitaus häufiger, stärker, länger ausgesetzt als andere. Um solche Unterschiede zu berücksichtigen, werden Grenzwerte vorsichtshalber um einen „Sicherheitsfaktor“ erniedrigt. Weil aber niemand weiß, wieviel Schaden noch so kleine Mengen eines Gifts im Verbund mit unzähligen anderen, nicht berücksichtigten Stoffen auf die Dauer anrichten können, entstammt diese Rechengröße eher einer Kaffeesatzleserei.
  • Grenzwerte folgen einem simplen Dosis-Effekt-Modell: Je mehr Schadstoff, desto größer die Wirkung. Oft haben geringere Mengen aber gefährlichere Folgen, etwa hormonelle Verunreinigungen.
  • Grenzwerte bedeuten grünes Licht dafür, Schadstoffe freizusetzen, wie wenig auch immer. Krebserzeugende oder erbgutverändernde Stoffe können aber schon in kleinsten Mengen unumkehrbare Schäden anrichten.
  • Grenzwerte ergeben sich hauptsächlich aus Untersuchungen von Zellkulturen und Enzymsystemen, von Labortieren und Versuchspersonen, sowie aus „Bio-Monitoring“ der Körperfunktionen, Flüssigkeiten und Geweben von Exponierten; doch solche Überprüfungen dauern viel zu kurz, um abschätzen zu können, was eine Exposition langfristig anrichtet. Auch noch so aufwändige „Morbiditäts- und Mortalitätsstudien“, auf die sich Experten berufen, besagen herzlich wenig. Wie soll sich irgendeine neu entwickelte Chemikalie, die zu Abertausenden schon freigesetzter Gifte hinzukommt, in Auffälligkeiten beim Krankenstand und der Todesursachenstatistik bemerkbar machen?
  • In der Geschichte von Grenzwerten für Chemikalien sind notgedrungene Absenkungen die Regel. Je mehr man im Laufe von Jahren und Jahrzehnten über ihr Gefahrenpotential herausfindet, desto tiefer setzt man sie an. Deutet dies nicht darauf hin, dass so gut wie alle gegenwärtig geltenden Grenzwerte zu hoch sind – und die Sicherheit, in der sie uns wiegen, trügerisch ist?
  • Ein Grenzwert ist kein objektives Faktum. Immer ergibt er sich aus Kompromissen zwischen unterschiedlichen Interessenvertretern, und diese Kompromisse sind in der Regel faul. Übermächtige Industrielobbies arbeiten seit eh und je erfolgreich darauf hin, dass Grenzwerte entweder überhaupt nicht oder verzögert und möglichst niedrig festgesetzt werden. „Wie Chemikalien den Menschen schädigen, hat ihre Produzenten nie besonders interessiert“, so beklagt der Kieler Toxikologe Prof. Dr. Ottmar Wassermann – „obwohl solche tiefgreifenden Schädigungen seit über 100 Jahren vorausgesagt wurden, seit über 30 Jahren bekannt waren und zahlenmäßig inzwischen exponentiell zugenommen haben.“
  • Finden lässt sich nur, wonach man sucht. Ein Großteil aller Schadstoffe fällt durchs Fahndungsraster, solange keiner nachforscht, wo sie überall drinstecken. Über Entdeckungen entscheiden oft Zufälle. Beispiel Wasserspielzeug, Schwimmringe und –flügel: Seit Jahrzehnten sind sie im Handel – und der Renner in Schwimmbädern, an Badeseen, am Strand. Doch erst im Jahre 2017 stellte das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Freising fest: Drei von vier derartigen Produkten sind mit bedenklichen Mengen gefährlicher Lösungsmittel verunreinigt, selbst solche, die zuvor als „schadstoffgeprüft“ zertifiziert worden waren. Cyclohexanon verursacht Schwindel und Kopfschmerzen; Isophoron gilt als krebserregend; Phenol kann Schleimhäute, Haut und Augen reizen und verätzen; eingeatmet oder geschluckt, kann die Substanz Nieren, Blut, Nerven- und Herz-Kreislauf-System schädigen. Wie kam es überhaupt zu dieser Analyse? Einer Mitarbeiterin des Fraunhofer-Instituts war an Geburtstagsgeschenken für ihre Kinder – Plastiksachen zum Baden und Planschen – ein stechender Geruch aufgefallen.
  • Was nützen die schärfsten Grenzwerte ohne ausreichende Kontrollen und Sanktionen?
  • Mehrere tausend „Innovationen“ pro Jahr setzt die chemische Industrie in die Welt. Statistiken des europäischen Patentamts zufolge ließ sie allein im Jahre 2012 nicht weniger als 5364 Pharmazeutika, 1434 Lebensmittelsubstanzen und 6002 organische Feinchemikalien patentieren. Wer kontrolliert, unabhängig und wissenschaftlich solide, jedes einzelne Tröpfchen dieser gewaltigen Flut auf medizinische Unbedenklichkeit – ganz zu schweigen von den Hunderttausenden von künstlichen Substanzen, die uns längst schon umgeben?

Placebos zur Volksberuhigung

Aus all diesen Gründen dienen Grenzwerte für Schadstoffe in erster Linie als Placebos zur Volksberuhigung: Der trügerische Anschein von wissenschaftlicher Erkenntnis und behördlicher Kontrolle sichert und verlängert das Geschäft mit medizinisch hochriskanter Chemie. Musterbeispiel Asbest: Dass dieser Baustoff hochgradig kanzerogen ist, war Verantwortlichen spätestens im Jahre 1936 klar, als Asbestose, ein durch Asbest hervorgerufener Lungenkrebs, als Berufskrankheit anerkannt wurde. Trotzdem durfte Asbest in Deutschland weiterhin, bis in die siebziger Jahre hinein, höchst profitabel vertrieben werden; in beinahe jedem Gebäude kam es zum Einsatz. Erst nach 1981 galten Einsatzbeschränkungen, erst seit 1990 ist das gefährliche Material EU-weit verboten. Ähnlich lange dauerte es, bis Lindan und Formaldehyd, Polychlorierte Biphenyle (PCB) und Pentachlorphenol (PCP) endlich vom Markt verschwanden. Die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Dass der Staat lieber die Interessen von Konzernen als die Gesundheit seiner Bürger schützt, verrät er daran, dass er eine absurde Umkehr der Beweislast zulässt. Sollte nicht derjenige, der uns einer giftigen Chemikalie aussetzt, vorher deren Unbedenklichkeit zweifelsfrei belegt haben? Müssen verantwortungsvolle Regierungen und Behörden bis dahin nicht strikt am Vorsorgeprinzip festhalten? Stattdessen darf der Produzent das Gift freisetzen, solange es keine unwiderlegbare „wissenschaftliche Evidenz“ dafür gibt, dass es uns tatsächlich schadet. Ein hieb- und stichfester Beweis, dass eine bestimmte Substanz eine bestimmte Krankheit erzeugt, ist naturgemäß aber nie zu erbringen – dafür sind die beteiligten Vorgänge im menschlichen Organismus viel zu komplex. Und immer spielen weitere Belastungsfaktoren mit, die sich ebenfalls für festgestellte Gesundheitsschäden verantwortlich machen lassen.

Konsequent umgesetzt, würde das Vorsorgeprinzip erfordern, „Nulltoleranz“ walten zu lassen: Künstliche Chemie darf in Lebens- und Futtermitteln erst gar nicht vorkommen, solange unklar ist, was sie über kurz oder lang in uns anrichtet. Entsprechende Verbote, so erläutert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), erlasse der Gesetzgeber durchaus hin und wieder, um „Belastungen von Lebensmitteln auszuschließen, z.B. weil er die Risiken für nicht ausreichend kalkulierbar bzw. für nicht tolerabel hält. (…) Auch bei unzureichender toxikologischer Datenlage“, so betont die Behörde, „oder bei hinreichendem Verdacht auf weitere mögliche gesundheitsschädliche Wirkungen können Nulltoleranzen festgesetzt werden“. Sind diese Voraussetzungen bei chemischen „Innovationen“, mit denen Menschen in Kontakt kommen, etwa nicht immer erfüllt?

Wie können wir unter solchen Umständen uns und unsere Liebsten überhaupt noch schützen? Indem wir größtmögliche Vorsicht walten lassen, offiziellen Verharmlosungen grundsätzlich misstrauen – und bei Kontakten mit allgegenwärtigen Giftschleudern auf alles Vermeidbare verzichten, um den unabsehbaren Schaden einigermaßen zu begrenzen, den das Unvermeidliche anrichten wird. Das gilt für Trinkwasser und Nahrung, für Waschmittel und Kosmetika, für Verpackungen und künstliche Strahlung, für Medikamente und Impfstoffe gleichermaßen.

Während besagtes Massenexperiment, je länger es andauert, die Menschheit in geradezu apokalyptischem Maße bedroht, bedeutet es für Wenige geradezu ein Geschenk des Himmels: für all jene nämlich, denen es umso besser geht, je schlechter es uns geht. Je mehr Menschen chronisch krank werden, je früher sie es tun, je länger sie es bleiben, desto prächtiger sprudeln die Gewinne von pharmazeutischer und medizintechnischer Industrie, von Apothekern, Klinik- und Pflegeheimbetreibern, von Heilberuflern aller Art. Je mächtiger diese Profiteure, desto unwahrscheinlicher wird es, dass das Experiment ein baldiges Ende findet. ET wird weiter staunen.

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