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Schadstoffe in Wasch- und Reinigungsmittel


Handelsübliche Wasch- und Putzmittel sind alles andere als sauber

„Porentief rein“ soll es der Verbraucher wollen. Handelsübliche Wasch- und Putzmittel sind jedoch alles andere als sauber. Die telegenen Nachfolgerinnen der Werbefrontfrau Klementine schwatzen uns einen Giftcocktail aus hautreizenden Tensiden, allergieauslösenden Aromen, krebserregenden Konservierungsstoffen und vielen weiteren Chemikalien auf, die nicht nur der Umwelt schaden, sondern auch unsere Gesundheit gefährden. Dabei gäbe es Alternativen.

Die wichtigsten Wirkstoffe in Saubermachern, ihre „waschaktiven Substanzen“, sind Tenside. Sie setzen die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten herab, so dass sie sich vermischen lassen. In Waschmitteln sorgen sie dafür, dass sich Fett und Schmutz in Wasser lösen und darin verbleiben. Zumeist aus Erdöl hergestellt, trocknen sie Haut und Schleimhäute aus; dadurch machen sie anfälliger für Ausschläge und Allergien.

Beigemengte Enthärter sollen die Tensidwirkung unterstützen und bei besonders hartem Wasser den Waschmittelverbrauch verringern. Über das Abwasser in die Umwelt gelangt, richten sie allerdings erheblichen Schaden an. Phosphate tragen zur Überdüngung bei, lassen Gewässer „umkippen“. Aber auch Ersatzstoffe wie Phosphonate, NTA, EDTA und Polycarboxylat sind schwer abbaubar. EDTA löst aus Sedimenten giftige Schwermetalle heraus. In Öko-Reinigungsmitteln haben sich unbedenklichere Enthärter wie Zeolith A, Citrat und Silikate bewährt.

Bleichmittel in Waschmitteln, aber auch in Putzpulvern und -flüssigkeiten sollen unerwünschte Farbflecke und Vergilbungen entfernen. Dazu setzen sie aggressiven atomaren Sauerstoff (O) frei, der unerwünschte Farbstoffe an sich bindet. Ihre ätzenden Dämpfe reizen die Schleimhäute. Ihr Einatmen kann Augenbrennen und Husten hervorrufen, Gewebeschäden in Luftröhre und Lunge verursachen, Asthma und andere Atemwegserkrankungen auslösen.

Damit Wäsche auch bei niedrigen Temperaturen besonders sauber aus der Maschine kommt, enthalten herkömmliche Waschmittel im allgemeinen gentechnisch veränderte Enzyme. Verbleiben auch nur winzige Spuren davon in der Kleidung, reizen sie die Haut.Damit Putz- und Waschmittel länger haltbar bleiben, werden ihnen zumeist synthetische Konservierungsmittel beigemengt. Ein Großteil davon kann Hautreizungen und Allergien auslösen. Auf der Verpackung deklariert werden müssen bloß ein paar besonders aggressive Substanzen („Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich“) – allen voran das äußerst gesundheitsschädliche Formaldehyd. Es kann die Schleimhäute reizen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Atembeschwerden, Asthma und Allergien auslösen. Auch gilt es als krebserregend. Höchstens in einer Konzentration von 0,2 % darf es vorkommen; erst ab 0,1 % ist der Hinweis „enthält Formaldehyd“ Vorschrift.

Vielen Produkten, sogenannten „Hygiene-Reinigern“, werden Desinfektionsmittel beigemengt, um auch der letzten bösen Bakterie den Garaus zu machen. Nicht nur erhöhen sie das Risiko, den eigenen Haushalt in eine Produktionsstätte von Bakterienresistenzen zu verwandeln. Oft enthalten sie Chlorverbindungen, welche die Atemwege reizen können. Inhaltsstoffe wie Triclosan wirken hormonell und fördern Krebs.

Fast immer enthalten Wasch- und Putzmittel Duftstoffe. Zum Reinigungseffekt tragen sie rein gar nichts bei, lösen vielfach aber Allergien aus. Schon jeder achte Deutsche reagiert auf einen Duftstoff allergisch. In der Regel handelt es sich dabei um eine Kontaktallergie des Typs IV, bei der nach ein bis drei Tagen Beschwerden auftreten, mit juckenden Hautrötungen, nässenden Bläschen, Quaddeln, Schuppung, Juckreiz als typischen Symptome, bis hin zu chronischen Entzündungen an den Stellen, die in unmittelbaren Kontakt mit dem allergenen Stoff kamen.
Welche Substanzen drinstecken, erfährt der Verbraucher trotzdem bloß andeutungsweise, lückenhaft oder überhaupt nicht. Denn deklarationspflichtig sind seit 2005 bloß 26 als besonders allergen eingestufte Duftstoffe, ab einer Konzentration von 0,01 %. Unterhalb dieses willkürlich-industriefreundlichen Grenzwerts genügt eine Sammelbezeichnung wie Parfum, Fragrance, Aroma oder Flavour, ohne Aufzählung der Einzelbestandteile.

Medizinisch ebenso bedenklich sind Weichspüler. Sie glätten die Gewebefasern, machen das Wäschestück kuschelig und verleihen ihm einen angenehmen Duft; außerdem verhindern sie, dass sich die Kleidung statisch auflädt. Empfindliche Haut reagiert auf die eingesetzten Substanzen aber mit Hautrötungen, Juckreiz und Allergien. Mehrere Inhaltsstoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Hinzu kommt ein Ekelfaktor: tierische Fette, vor allem vom Rind – Abfallprodukte, die beim Schlachten anfallen. Hinter kryptischen Begriffen wie "Dihydrogenated Tallowoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate" verbirgt sich Tiertalg, der sich wie ein Film um die Gewebefasern legt – daher das weiche Tragegefühl. Auf den vom Weichspüler verklebten Fasern wachsen Bakterienleichter, weshalb frischgewaschene Kleidung mitunter plötzlich zu miefen beginnt. Wegen des Schutzfilms, den der Weichspüler um die Wäsche legt, dringt Wasser schlechter in die Fasern ein; somit ist mehr Waschpulver nötig, um die gleiche Reinigungswirkung zu erreichen. In der Waschmaschine können sich Rückstände ablagern, die in dem feucht-warmen Milieu Mikroorganismen eine Brutstätte bieten.

Statt weiterhin Werbestrategen auf den Leim zu gehen, sollten wir uns klarmachen: Um haushaltsübliche Verschmutzungen zu entfernen, reichen gewöhnliche Bio-Reinigungsmittel völlig aus. Mit einfachen Hausmitteln wie Essig, Zitronensäure, Soda, Natron und Kernseife lassen sich fast alle ersetzen. Für Allergiker gibt es längst rein pflanzliche Waschmittel, ohne jegliche reizauslösenden Inhaltsstoffe.
Für saubere und frische Wäsche reicht ein Vollwaschmittel völlig aus. Gegen hartnäckige Flecken kann ein Fleckensalz helfen. Schon bei 40 Grad lassen sich sehr gute Waschergebnisse erzielen. Allerdings sollte man hin und wieder bei höheren Temperaturen waschen, um Bakterien und Pilze in der Trommel abzutöten. Um unangenehmen Gerüchen vorzubeugen, reinigt man am besten regelmäßig die Dichtungsgummis der Waschmaschine und das Flusensieb. Damit das Gerät trocknen kann, sollten Trommel und Waschmittelschublade und die Trommel offen bleiben.Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen gibt es längst. Dabei überwiegen aber Produkte aus Palmöl; um die hohe Nachfrage zu decken, wird eine riesige Regenwaldfläche abgeholzt, vor allem in Asien. Manche Öko-Hersteller bieten palmölfreie Alternativen an.

Lesetipps/Links:

Utopia: „Frühjahrsputz: ökologisch putzen mit Hausmitteln“, https://utopia.de/ratgeber/fruehjahrsputz-oekologisch-putzen-hausmittel 
„Diese 5 Hausmittel ersetzen fast alle Putzmittel“, https://utopia.de/ratgeber/hausmittel-putzmittel-waschmittel
„Die besten Bio-Waschmittel und –Waschpulver“, https://utopia.de/bestenlisten/bio-waschmittel-waschpulver-fluessigwaschmittel/

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