Nahrungsmittelunverträglichkeit
„Eigentlich gar nicht möglich“: Arzt ist verblüfft
Eine 33-jährige Rechtsanwältin litt seit drei Jahren an zahlreichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Schulmedizin brachte ihr nichts. Deshalb vertraute sie sich dem Heilpraktiker Andreas* an, einem Mitglied des AUSWEGE-Therapeutennetzwerks. Im Laufe von 14 Monaten fanden 22 Sitzungen mit Hypnotherapie statt. Daraufhin klang die Symptomatik vollständig ab: „Nach und nach wurden alle Lebensmittel wieder vertragen“, so berichtet Andreas. „Danach sagte der behandelnde Allergologe, dies sei eigentlich gar nicht möglich. Die Heilung sei unerklärlich.“
Immerhin 15 bis 20 % der Bevölkerung vertragen bestimmte Nahrungsmittel nicht. Am häufigsten liegt eine Laktoseintoleranz vor - Milchzucker wird im Darm nicht gespalten -, gefolgt von Fruktose-Malabsorption, einer gestörten Aufnahme von Fruchtzucker in Dünndarm. Am dritthäufigsten ist Histaminintoleranz: Weil ein Abbauenzym (DAO) bloß eingeschränkt arbeitet, sorgt Histamin aus Käse, Wein, Fisch für Beschwerden. Platz Vier und Fünf belegen eine Sensitivität auf Gluten oder andere Weizenbestandteile sowie Sorbitintoleranz: Zuckeralkohol, vor allem in vermeintlich „zuckerfreien“ Produkten, führt zu Blähungen und Durchfall.
Während bei einer Nahrungsmittelallergie das Immunsystem beteiligt ist – es überreagiert auf einen Fremdstoff -, fehlen bei Unverträglichkeiten gewisse Enzyme oder Transporterproteine. Um ihnen beizukommen, setzt Ganzheitsmedizin auf Ursachenregulation. Weil viele Intoleranzen mit einer gestörten Darmflora zusammenhängen, versucht sie diese durch Probiotika wie Lactobazillen sowie durch Ballaststoffe zu stabilisieren. Darüber hinaus bietet sie Enzympräparate (z.B. Laktase, Bromelain aus Ananas, Papain aus Papaya). Oft hilft Phytotherapie: Bitterstoffe wie Enzian, Wermut, Löwenzahn regen Verdauungssäfte an; Kümmel, Fenchel, Anis lindern Blähungen und Krämpfe. Quercetin – ein hochwirksamer Pflanzenstoff, der z. B. in Zwiebeln, Äpfeln, Beeren vorkommt - hemmt Histamin. Ernährungstherapie hilft, Auslöser zu meiden und Entzündungen im Darm zu mildern. Neben westlicher Natur- und Erfahrungsheilkunde bieten auch Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), und Homöopathie reichlich Behandlungsoptionen.



