Der Begriff Elektroakupunktur geht auf den französischen Arzt Roger de la Fuye (1890-1961) zurück, der ein erstes Gerät entwickelte.
Größere Verbreitung fand die Elektroakupunktur durch die Arbeiten des deutschen Arztes Reinhold Voll (1909-1989); er entwickelte 1958 aus Ansätzen der chinesischen Akupunktur die “Elektroakupunktur nach Voll”. Dabei wird an bestimmten Punkten der Hautoberfläche die elektrische Leitfähigkeit gemessen. Diese Punkte entsprechen zum Teil den Akupunkturpunkten auf Meridianen der Traditionellen Chinesischen Medizin; Voll führte zusätzliche Messpunkte auf eigenen Meridianen ein, die er "Gefäße" nannte. Seine Widerstandmessungen sollen der Diagnose von Krankheiten dienen sowie Aufschluss darüber geben, inwieweit ein bestimmtes Medikament anwendbar und verträglich ist. Nach Volls Ansicht ist der Hautwiderstand an festgelegten Punkten bei akuten Erkrankungen erniedrigt, bei chronischen erhöht. Bei den Messungen hält der Patient die negativ geladene Elektrode in der Hand, der Therapeut berührt Körperstellen mit der positiv geladenen Elektrode. Zur Medikamentenprüfung entwickelte Voll sogenannte “Nosodentests”, bei denen Substanzen in homöopathischer Verdünnung (Potenzierung) eingesetzt werden. - Für therapeutische Zwecke gibt das EAV-Gerät einen schwachen elektrischen Strom über die Akupunkturnadeln ab, um deren Wirkung zu erhöhen.
