Ein Lehrstück für die "alternative" Medizin

Logo EditorialWie es zum „Herzensfonds“ kam –
Ein Kommentar des Stiftungsvorsitzenden
Dr. Harald Wiesendanger

Die Entstehungsgeschichte des „Herzensfonds“ lehrt, wie leicht in der „Anderen“ Medizin zusammenfinden kann, was zusammengehört. Dazu bedarf es Pragmatismus, gesundheitspolitischen Bewusstseins – und kleinerer Egos.

Unter den 150 eingegangenen Mails jenes Tages hätte ich ihn beinahe übersehen: jenen ungewöhnlichen Brief, in dem sich ein Finanzfachmann namens Thomas Hühler am 24. Juli 2015 an mich wandte. Über Google, so schrieb er mir, sei er auf meine Stiftung Auswege gestoßen. Gerne würde er mit mir einen Gesprächstermin
vereinbaren, um mir ein besonderes Anliegen vorzustellen.

Viele seiner persönlichen und beruflichen Ziele, so erklärte er mir, habe er in den vergangenen Jahren erreicht. Allerdings hege er noch „einen großen Traum, der nichts mit der Börse zu tun hat und der mich seit frühester Jugend begleitet. Ich möchte Menschen helfen, die unverschuldet in eine schwere Notlage geraten sind. Die Zeit ist nun reif dafür, dies umzusetzen.“ Dazu plane er gemeinsam mit seiner Frau, eine Stiftung zu gründen, die „ganz besonders Kindern helfen soll, die durch schwere Krankheiten Schlimmes durchmachen müssen. Wir haben selbst zwei Kinder, die glücklicherweise gesund sind. Und allein der Gedanke daran, was es für uns bedeutet hätte, wenn das nicht so wäre, ist unerträglich. Deshalb wollen wir speziell für Kinder etwas machen, die nicht so viel Glück hatten.“

SommernaturEs war die mit Abstand bewegendste Mail jenes Tages. Denn Thomas Hühler hatte nahezu wortwörtlich dieselben Motive geschildert, die mich zehn Jahre zuvor dazu bewegt hatten, die Stiftung Auswege ins Leben zu rufen. Natürlich war ich neugierig darauf, diesen Mann näher kennenzulernen – allerdings unter einem Vorbehalt, mit dem ich ihm noch am selben Tag antwortete: „Einen der größten Fehler, die tatkräftige Visionäre im ‚alternativen’ Gesundheitsbereich begehen, sehe ich darin, dass ‚jeder sein eigenes Ding machen’ will. Statt Synergien zu suchen und zu nutzen, bleiben sie Einzelkämpfer - nach der Devise: "Wozu vereint gewinnen, wenn getrennt verlieren viel spannender und lehrreicher ist". So ist die Komplementärmedizin bis heute ein Sammelsurium von mehr oder minder wertvollen Initiativen, Organisationen und Hilfsangeboten geblieben, mit wenig bis gar keinem Austausch - geschweige denn Kooperation - untereinander, und aus diesem frustrierenden Nebeneinander kann unmöglich ein starkes Gegengewicht gegen die mächtigen Institutionen der Schulmedizin erwachsen. Hätte es vor einem Jahrzehnt bereits eine Einrichtung wie ‚Auswege’ gegeben, so hätte ich mir die (reichlich schweißtreibende) Mühe erspart, vom Punkt Null eine eigene Stiftung aufzubauen, sondern nach Wegen gesucht, mich dort einzubringen, damit Gutes noch besser wird. Wenn Sie Möglichkeiten sehen, dass wir in diesem Sinne zusammenkommen, können wir uns gerne zu einem ausführlichen Gespräch treffen - mindestens einem.“

Es wurden zwei, und auf Anhieb führten sie nicht nur zu einem vertrauensvollen, intensiven Austausch, sondern mündeten rasch in ein gemeinsames Projekt: den „Herzensfonds“ unter Thomas Hühlers Leitung – innerhalb der Stiftung Auswege. Ich bin stolz darauf, ihn für diese Zusammenarbeit gewonnen zu haben, freue mich auf unser künftiges Miteinander und bin zuversichtlich, dass wir zusammen das Leid vieler schwerkranker Kinder und ihrer mitbetroffenen Familien lindern können. Wieviel besser wäre es um die „Andere“ Medizin bestellt, wenn Gleichgesinnte so verfahren würden wie wir: gemeinsame Sache zu machen, statt ihren Egos mit unergiebigen Bemühungen zu schmeicheln, neben- und gegeneinander das Rad ein zweites Mal zu erfinden?

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